Bücher mit ApfelWer geistige Leistungen erbringen soll, braucht dafür ein wirklich gutes physiologisches Fundament. Das gilt sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder und Jugendliche in der Schule. Nur wer sich im Unterricht gut konzentrieren kann, hat langfristig in unserem Bildungssystem eine wirkliche Chance auf Erfolg. Die besten Konzentrationshelfer für Kinder sind ausreichend erholsamer Schlaf, das Aufwachsen in einer intakten, ruhigen Familienumgebung und eine ausgewogene Ernährungsweise. Zudem gibt es Studienhinweise auf ein besseres Konzentrationsvermögen durch den Verzicht auf Fernsehen und Computerspiele und die Ausführung einer regelmäßigen sportlichen Betätigung. Auch das Erlernen eines Musikinstrumentes wirkt sich nachweislich auf den Konzentrationserfolg bei Schülern aus.

Nicht alle Punkte, die die Konzentration steigern, können Eltern grundsätzlich so einfach umsetzen, wie eine gesunde Ernährungsweise. Dabei kommen sie allerdings nicht darum herum, ihr eigenes Ernährungsverhalten reflektieren. Denn Kinder erlernen von ganz klein auf eine ausgewogene Ernährung und den vernünftigen Umgang mit Lebensmitteln und Getränken vor allem durch Nachahmen. Daher ist die gute Vorbildfunktion der Eltern beim Essen und Trinken schon im Kleinkind- und Vorschulalter überaus wichtig. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE) hat mit dem Ernährungskonzept „optiMIx“ sehr gute Orientierungshilfen in den letzten Jahrzehnten geschaffen, mit denen Eltern ihre Kinder optimal mit normalen Lebensmitteln des Alltags ernähren können.

Das FKE empfiehlt Schülern zweimal zu frühstücken. Das erste Frühstück zu Hause sollte vor allem ein guter, ballaststoff- und vitaminreicher Mix aus Getreide, Rohkost oder Obst sein. Dazu eine kalorienfreies Getränk oder Milch. Das Pausenbrot sollte aus Vollkornbrot mit einer dünnen Schreibe Käse oder Wurst, gekrönt durch etwas Gemüse oder Salat, sein. Gurkenscheiben, Radieschen, kleine Tomaten, Kohlrabi- oder Möhrenstreifen eigenen sich besonders gut zum Mitnehmen. Auch ein Müsli mit Joghurt und Obst ist eine gute Zwischenmahlzeit in der Schule. Neben dem klassischen Apfel sind vor allem Erdbeeren, Kirschen und rote Trauben empfehlenswert, da sie reich an den antioxidativ und antientzündlich wirkenden Anthocyanen, einer Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, sind. So kann schon im Kindesalter Herz-Kreislauf-Erkrankungen einfach vorgebeugt werden.

Die Mengen richten sich nach dem Alter, der Größe und der körperlichen Aktivität des Schulkindes. Wichtig ist in jedem Fall, dass während der Schulzeit täglich frisches Obst oder Gemüse gegessen wird. Zudem sollte mindestens zu jeder Mahlzeit ein kalorienfreies Getränk in Form von Wasser oder ungesüßtem Tee, mindestens 150 bis 200 ml, getrunken werden. Doch auch kleine Snacks und Süßigkeiten sind hin- und wieder erlaubt. Ein Riegel Schokolade, ein Stück Apfelkuchen mit Früchtetee oder ein kleines Eis können es – je nach Alter des Kindes – im Rahmen einer gesunden Ernährung, auch am Nachmittag als Zwischenmahlzeit sein. Dabei ist die Menge entscheidend. Hier gilt für die Tagesration das Handmaß. Kleine Hände, keine Portionen – größere Hände, größere Portion. Und diese Regel sollten auch die Eltern, Erzieher und Lehrer im Vorbild beherzigen. Natürlich gibt es Ausnahmen, wie Geburtstage oder Feiertage. Aber wer im Durchschnitt diese einfachen Ernährungsempfehlungen umsetzt, tut viel Gutes für die Gesundheit und Konzentration seiner Kinder.

Ernährungsberater als Lehrkräfte an Schulen

Um eine gesunde  Ernährung auch wirklich in den Schulplan mit aufzunehmen, laden gerade Grundschullehrer auf Bitten der Eltern Ernährungsberater in den Unterricht ein.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Ausbildung zum Ernährungsberater mit zu den beliebtesten Ausbildungen der letzten Jahre gehört hat. Mehr Informationen zur Ausbildung sowie zur Anerkennung der einzelnen Ausbildungsmöglichkeiten finden Sie hier: www.ernaehrungsberater-ausbildung-kosten.de

„ Viel zu oft kommt es vor, dass Eltern nicht mehr die Zeit haben sich in der Erziehung um eine gesunde Ernährung des Nachwuchs zu kümmern. Daher sind Sie dankbar für die professionelle Unterstützung“, so Grundschullehrerin Anna Hildesheim aus Koblenz.

Bild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de