Der Olivenbaum ist das Wahrzeichen des Mittelmeers und gehört zu einer uralten Kultur. Mehr als 90 Prozent der Weltproduktion von Olivenöl stammen aus dem Mittelmeerraum.
Olivenöl ist eine Delikatesse, ein kostbarer Saft. Wie beim Wein gibt es eine große Vielfalt an Sorten und die Verarbeitung wird immer sorgfältiger und liebevoller betrieben. Wer viel Olivenöl konsumiert, lebt anscheinend länger. Nicht umsonst spricht man in diesem Zusammenhang von der Mittelmeer-Diät. Olivenöl ist ein Cocktail von gesunden Stoffen, zum Beispiel Antioxidantien, Polyphenole und ungesättigte Fettsäuren. Aus unserer Küche ist es mittlerweile nicht mehr wegzudenken: Olivenöl gibt vielen Gerichten den letzten Schliff, das gewisse Etwas.
Hauptsache ist die Qualität.  Wie beim Wein wird auch beim Olivenöl immer mehr darauf geachtet, und in den nächsten Jahren werden immer mehr Produkte der Spitzenklasse den Markt erobern.

Der Öl- oder Olivenbaum ist eine der ältesten uns bekannten Kulturpflanzen. Seine Blätter und Früchte enthalten Oleuropaein mit blutdrucksenkender Wirkung. Weitere Inhaltsstoffe des Olivenöls sind Chlorophyll, Carotin, Lecitin (ein natürliches Antioxidans, welches die Verbrennung von Fett, Zucker und Protein beeinflusst), Polyphenole (ebenfalls Antioxidantien), sowie Vitamin A, E und D. Der größte Wert aber liegt in der Wirkung auf das Herz und die Blutgefäße: Olivenöl hat wegen seines hohen Gehalts an einfach ungesättigten Fettsäuren eine optimale Wirkung auf den Cholesterin-Spiegel –  Es schützt somit Herz und Kreislauf und senkt den Blutdruck. Olivenöl ist leicht verdaulich und wirkt nährend und hilfreich für die Knochen vor allem bei Kleinkindern, denn es unterstützt das Knochenwachstum; es ist das einzige Fett, das die Knochendichte im Erwachsenenalter fördert und beugt somit Osteoporose vor, nährt die Muskulatur, lindert Gelenkschmerzen und wirkt antirheumatisch. Auf der Haut wirkt es entzündungshemmend, heilungsfördernd und desinfizierend. Außerdem schützt es die Magenschleimhaut und reduziert überschüssige Magensäure. Olivenöl erleichtert die Verarbeitung schwer verdaulicher Stoffe, indem die enthaltene Ölsäure diese für den Darm aufschließt. Olivenöl kann im Gegensatz zu anderen Fetten und Ölen auf Höchsttemperaturen erhitzt werden, ohne sich in seinem chemischen Aufbau zu verändern.

Aber Olivenöl ist nicht nur zum Essen da, es hilft auch als Kosmetik bei trockener Haut! Schon Kleopatra soll ihr blendendes Aussehen dem Olivenöl verdankt haben! Bis heute ist es aber ein beliebter und wirkungsvoller Inhaltsstoff für natürliche Kosmetik und Massageöle. Es schützt die Haut, wirkt antientzündlich und verhilft trockener, rissiger Haut zu mehr Feuchtigkeit und Glätte. Der einzige Nachteil von Olivenöl: es hat einen starken Eigengeruch und bildet wegen seiner Schwere auf der Haut einen satten und lange anhaltenden Fettfilm. Bei Kleopatra hat der aber offensichtlich niemanden gestört…

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Foto 2: Helmut Krückel / PIXELIO