Was bedeutet eigentlich das mittlerweile sehr populäre Wort ausgewogen? Was sollte man wirklich essen und was sollte man meiden?

Es ist wirklich nicht leicht heutzutage. Anstatt, dass wir essen, was uns Spaß macht, dass wir auf unseren Appetit vertrauen und auf unsere natürlichen Bedürfnisse hören, müssen wir geradezu wieder lernen, richtig zu essen. Wir müssen lernen, zu erkennen, was gut ist für uns und was nicht.

Dabei kann uns die Ernährungspyramide helfen:
Dies ist eine grafische Darstellung von Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen sollten. In der Darstellung werden die verschiedenen Lebensmittel dargestellt und wie viel wir davon essen sollten. So stehen die Dinge, die wir viel essen und trinken sollten am Fuß oder Sockel der Pyramide und Lebensmittel, die wir sparsam zu uns nehmen sollten an der Spitze. So sieht man auf einen Blick, wie die Dinge in einem Verhältnis zueinander stehen.

Die Ernährungspyramide hat in den letzten Jahren verschiedentlich gewandelt, heute ist die 2005 herausgegebene Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) maßgebend.

Jetzt hat im untersten Segment Gemüse und Obst zusammen die kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln als größte Lebensmittelgruppe verdrängt hatten: 30% Kohlenhydrat-Gruppe, 26% Gemüse, 17% Obst, 18% Milchprodukte, 7% Tierische Proteine (Fleisch, Fisch, Ei etc.), 2% Öle und Fette.

Das bedeutet also, dass wir neben Kohlenhydraten wie Brot, Kartoffeln, Nudeln natürlich viel Obst und Gemüse essen sollten. Jeden Tag mehrmals Salat, Gemüse oder Früchte. Viel Wasser trinken, vor allem Mineralwasser, welches auch noch ausgeschwitzte Mineralstoffe ersetzt. Milchprodukte wie Käse und Joghurt stellen auch eine relativ große Gruppe, die jeden Tag konsumiert werden sollte. Unbehandelte Milch ist dagegen wieder ein anderer Fall. Tierische Eiweiße, also Proteine, sollten nicht jeden Tag gegessen werden. Also höchstens zwei bis dreimal pro Woche Fleisch, dazu drei Eier pro Woche. Öle und Fette stellen die kleinste Gruppe, zusammen mit den Süßigkeiten.

Ernährungsphysiologisch empfehlenswert sind also etwa Obst, Gemüse, Fisch, fettarme Milchprodukte, fettarmes Fleisch, Rapsöl, Trink- und Mineralwasser. Als weniger wertvoll gelten unter anderem Energydrinks, Limonaden, Süßigkeiten, Schmalz, Butter, Eier oder fettreiche Fleischwaren. Diese Lebensmittel sollten laut DGE nur wenig verzehrt werden. Wenn man dies beherzigt und noch dazu ein wenig Sport treibt, dann sollte man sich ausgewogen ernährt haben. So sinkt nicht nur das Risiko für Übergewicht sondern man bleibt auch fit und tut etwas für sein Herz.

Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, gilt es bei der Ernährung, das rechte Maß zu finden – passend zum jeweiligen Alter, Energiebedarf und Gesundheitszustand. Jeder Mensch ist  und isst verschieden. Mit einer sinnvoll zusammengestellten Ernährung (ohne Kalorientabelle!) kann das Wunschgewicht erreicht und langfristig gehalten werden.

Foto: Flickr / malias