In unseren Städten gibt es viele ältere Menschen, die alleine Leben. Vor allem Frauen trifft diese Situation sehr stark, denn Frauen haben eine höhere Lebenserwartung, und wenn der Ehepartner einmal gestorben ist, dann sind diese Frauen oft noch einige Jahre alleine. Die Kinder leben vielleicht weit weg, weil in unserer auf Mobilität ausgelegten Arbeitswelt niemand mehr einfach in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann, um Arbeit zu finden.

Es ist erwiesen, dass Hunde gute Begleiter gerade für ältere Menschen sein können. Natürlich sieht man auch oft die geradezu sprichwörtliche ältere Dame mit dem Pudel oder einem anderen Schoßhund, aber es gibt noch genügend ältere Menschen, die von der Ausstrahlung eines Hundes profitieren könnten.

Tiere halten uns Menschen, egal wie alt wir sind, körperlich und geistig fit. Hunde sprechen Körper und Seele positiv an und sind so Beziehungs- und Familienersatz.

Sie helfen aber gerade älteren Menschen nicht nur gegen Vereinsamung und Antriebslosigkeit, sondern sorgen auch dafür, dass der Alltag in sinnvolle Einheiten eingeteilt wird.

Der tägliche Spaziergang mit dem Hund kann so zum Segen werden. Hunde sind stark auf ihren Halter bezogen, mit ihnen kann man eine intensivere Bindung eingehen, als zu anderen Haustieren, wie zum Beispiel zu Katzen.

Hundehalter sind gezwungen, sich intensiv mit dem Tier zu beschäftigen, denn ein Hund braucht Zuwendung und Erziehung. Dazu muss er regelmäßig rausgehen, was der Gesundheit der Hundehalter nur entgegen kommen kann. Allerdings sind nicht alle Rassen für Senioren geeignet, denn es gibt welche, die sehr viel Auslauf brauchen. Sinnvoll sind kleine oder mittelgroße Hunde, auch Retriever sind sehr liebe Tiere und passen auch auf ihre Halter auf. Wichtig kann auch sein, nicht einen ganz jungen Hund anzuschaffen, da dieser sehr viel Erziehung benötigt, sondern einen schon erwachsenen Hund, der schon erzogen und freundlich ist. So kann das Halten eines Hundes die fehlendes Glückshormone auslösen. Denn das Streicheln eines Hundes löst eben diese Endorphine aus. Hunde geben dazu ihre Liebe (im Gegensatz zu Katzen) sehr großzügig weiter und sind deshalb ein echter Begleiter, der positiv auf die Gesundheit von Senioren aber auch auf ihr psychisches Wohlbefinden wirken kann.

Foto: Flickr / OakleyOriginals