Mit zunehmendem Alter ist der Körper jedes Menschen vielen Veränderungen ausgesetzt. Oft sind diese Veränderungen von wenig vorteilhafter, ja gar schädlicher Natur. Besonders oft betroffen ist das Sehorgan des Menschen, und gerade hier kann durch frühzeitige Erkennung von Schäden viel Leid abgewendet werden.

Wenn die Sehkraft nachlässt

Eine Abnahme der Sehkraft im Alter ist ganz natürlich, durch Veränderungen an der Form der Linse tritt beispielsweise die Alterskurzsichtigkeit auf. Fraglich ist nur, ob diese Abnahme der Sehkraft wirklich natürlich ist oder krankheitsbedingte Ursachen hat. Bei krankheitsbedingter Abnahme der Sehkraft ist das Tragen einer Brille als alleinige Maßnahme nämlich keinesfalls ausreichend, hier muss der Arzt behandeln.

Oftmals führt Diabetes im Alter zu einer Verringerung der Sehkraft. Hier ist es jedoch nicht der Augapfel, der sich verändert; die Krankheit schädigt die Netzhaut dauerhaft und irreparabel bis zum Erblinden, falls nichts unternommen wird. Andere Krankheiten sorgen auf anderweitige Art für das Abnehmen der Sehkraft. Beim Grauen Star tritt eine Trübung der Linse auf, beim Grünen Star wird das Sichtfeld von außen her eingeschränkt. Bei einem Auftreten von AMD (Altersbedingte Maculadegeneration) nimmt die Sehkraft vor allem in der Mitte des Sichtfeldes stark ab. In bestimmten Fällen kann es zu akutem starken Sehverlust kommen, wie beispielsweise durch ein Ablösen der Netzhaut oder durch einen Augeninfarkt. Weitere Informationen dazu findet man auch bei Fielmann .

Wie beugt man gezielt vor?

Als wichtigste vorbeugende Maßnahme gilt selbstverständlich die regelmäßige und umfassende Untersuchung des Auges beim Facharzt, bestenfalls halbjährlich bis jährlich.

Viele der Erkrankungen äußern sich frühzeitig durch eine Veränderung der Netzhaut. Sobald diese bei einer entsprechenden Untersuchung vom Arzt entdeckt wird, kann dieser entsprechende Schritte einleiten, um die Krankheit zu bekämpfen oder den Verlauf abzuschwächen. Im Fall von Altersdiabetes schützt vor allem eine gesunde Lebensweise, die nicht auf übermäßigem Zuckerkonsum beruht, vor einer Erkrankung. Bei bestehender Erkrankung gilt es, die entsprechenden Blutzuckergrenzwerte nicht zu überschreiten, um eine Beschädigung der Netzhaut zu vermeiden. Von einem Augenarztbesuch sollte auch hier nicht abgesehen werden. Bei jedem Fall von akuter Sehkraftabnahme und veränderter Wahrnehmung (z.B. beim Sehen von Schleiern, Blitzen, etc.) ist in jeden Fall sofort ein Augenarzt zu konsultieren, um starke Schädigungen zu vermeiden.

Die Ursachen für eine Verschlechterung des Sehvermögens im Alter sind mannigfaltig, gering sind jedoch die Möglichkeiten zur Vorbeugung. Außer durch regelmäßige Besuche beim Augenarzt kann man selbst prinzipiell keine vorbeugenden Maßnahmen treffen, um eine Schädigung der Augen durch Krankheit zu verhindern. Eine Ausnahme bildet Altersdiabetes, bei der eine Schwächung der Netzhaut jedoch nur eine Begleiterscheinung ist. Auch die natürliche Abschwächung des Sehvermögens im Alter lässt sich etwas hinauszögern, indem eine dauerhafte Überanstrengung der Augen vermieden wird. Garantie gibt es jedoch keine.

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