Ist Milch trinken gesund?

Man möchte ja meinen, Milch sei ein weisses Getränk, das uns die Natur geschenkt hat, um gesunde Stoffe damit aufzunehmen. Aber Milch ist viel mehr ein schwarz-weiss Getränk, um das unter Wissenschaftlern ein erbitterter Streit tobt, der komplett unversöhnlich ist.

Ist also Milch ein Muntermacher und schützt mit seinem Kalzium vor brechenden Knochen? Oder führt das Milchtrinken zu Allergien, Magenverschleimung und höherem Krebsrisiko?

Einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Fakt ist allerdings, dass Milch schon lange kein Naturprodukt mehr ist. Ab den 60er Jahren wurde Milch zu einem industriell verarbeiteten Nahrungsmittel. Kühe werden zu Hochleistungsmaschinen hochgezüchtet, die Milch ist wärmebehandelt und homogenisiert.

Unbestreitbar ist aber auch, dass in der Milch viel Gutes steckt:
Aminosäuren, Kalium, Magnesium, Jod, fettlösliche Vitamine und viel Kalzium. Gerade das Kalzium ist unentbehrlich für die Knochen und Zähne aber auch die Muskeln. Gerade das Kalzium können wir aber auch durch grünes Blattgemüse wie Brokkoli, Kohl aber auch durch Feigen, Mandeln und Sesam zu uns nehmen. Auch gibt es kalziumhaltiges Mineralwasser.

Die Merkwürdigkeit, dass wir Milch von anderen Säugetieren trinken nachdem wir der Mutterbrust entwöhnt sind, ist tatsächlich vorhanden. Kein anderes Säugetier tut dies. Und es gibt deshalb Studien, dass fremde Milch bei Kleinkindern Allergien auslösen kann, die manchmal im Kleinkindalter wieder weggehen, aber auch bis ins Erwachsenenalter für Schnupfen, Ekzeme, Mittelohrentzündungen und Heuschnupfen sorgen können.

Damit ist nicht die Lactose-Unverträglichkeit gemeint, die auf ein fehlendes Enzym bei ca. 15% der Erwachsenen zurückzuführen ist, sondern Allergie auf fremde Milch. So ist Milch trinken eine komplizierte Sache geworden. In asiatischen Ländern ist der Milchkonsum erheblich geringer und man findet zu diesem Thema eine riesige Anzahl von Studien, die beide Ansichten erhärten können.

In Deutschland ist die Milchindustrie jedenfalls sehr stark in ihrer Lobbyarbeit, so dass Milch immer noch das Image von Gesundheit trägt. Schlussendlich muss jeder Mensch auf seinen Körper hören und die Signale richtig deuten, die auf Milchunverträglichkeit oder Allergien hinweisen. Kalzium jedenfalls bekommt man auch anderswo genug.

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Was macht eine ausgewogene Ernährung aus?

Was bedeutet eigentlich das mittlerweile sehr populäre Wort ausgewogen? Was sollte man wirklich essen und was sollte man meiden?

Es ist wirklich nicht leicht heutzutage. Anstatt, dass wir essen, was uns Spaß macht, dass wir auf unseren Appetit vertrauen und auf unsere natürlichen Bedürfnisse hören, müssen wir geradezu wieder lernen, richtig zu essen. Wir müssen lernen, zu erkennen, was gut ist für uns und was nicht.

Dabei kann uns die Ernährungspyramide helfen:
Dies ist eine grafische Darstellung von Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen sollten. In der Darstellung werden die verschiedenen Lebensmittel dargestellt und wie viel wir davon essen sollten. So stehen die Dinge, die wir viel essen und trinken sollten am Fuß oder Sockel der Pyramide und Lebensmittel, die wir sparsam zu uns nehmen sollten an der Spitze. So sieht man auf einen Blick, wie die Dinge in einem Verhältnis zueinander stehen.

Die Ernährungspyramide hat in den letzten Jahren verschiedentlich gewandelt, heute ist die 2005 herausgegebene Ernährungspyramide der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) maßgebend.

Jetzt hat im untersten Segment Gemüse und Obst zusammen die kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln als größte Lebensmittelgruppe verdrängt hatten: 30% Kohlenhydrat-Gruppe, 26% Gemüse, 17% Obst, 18% Milchprodukte, 7% Tierische Proteine (Fleisch, Fisch, Ei etc.), 2% Öle und Fette.

Das bedeutet also, dass wir neben Kohlenhydraten wie Brot, Kartoffeln, Nudeln natürlich viel Obst und Gemüse essen sollten. Jeden Tag mehrmals Salat, Gemüse oder Früchte. Viel Wasser trinken, vor allem Mineralwasser, welches auch noch ausgeschwitzte Mineralstoffe ersetzt. Milchprodukte wie Käse und Joghurt stellen auch eine relativ große Gruppe, die jeden Tag konsumiert werden sollte. Unbehandelte Milch ist dagegen wieder ein anderer Fall. Tierische Eiweiße, also Proteine, sollten nicht jeden Tag gegessen werden. Also höchstens zwei bis dreimal pro Woche Fleisch, dazu drei Eier pro Woche. Öle und Fette stellen die kleinste Gruppe, zusammen mit den Süßigkeiten.

Ernährungsphysiologisch empfehlenswert sind also etwa Obst, Gemüse, Fisch, fettarme Milchprodukte, fettarmes Fleisch, Rapsöl, Trink- und Mineralwasser. Als weniger wertvoll gelten unter anderem Energydrinks, Limonaden, Süßigkeiten, Schmalz, Butter, Eier oder fettreiche Fleischwaren. Diese Lebensmittel sollten laut DGE nur wenig verzehrt werden. Wenn man dies beherzigt und noch dazu ein wenig Sport treibt, dann sollte man sich ausgewogen ernährt haben. So sinkt nicht nur das Risiko für Übergewicht sondern man bleibt auch fit und tut etwas für sein Herz.

Wie in vielen anderen Lebensbereichen auch, gilt es bei der Ernährung, das rechte Maß zu finden – passend zum jeweiligen Alter, Energiebedarf und Gesundheitszustand. Jeder Mensch ist  und isst verschieden. Mit einer sinnvoll zusammengestellten Ernährung (ohne Kalorientabelle!) kann das Wunschgewicht erreicht und langfristig gehalten werden.

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Warum ist Fisch gesund?

Die Beantwortung dieser Frage kann einfach oder etwas komplizierter sein. Die einfache Antwort ist, man kann schon sagen, dass Fisch gesund ist, allein schon dadurch, dass man kein Fleisch isst, wenn man Fisch isst.

Fisch ist leichter, hat weniger Fett und wichtige Inhaltsstoffe, die für den Menschen gesund sind, und die er in dieser Qualität und Quantität nur durch den Fisch erhält. So erfreut sich Fisch immer größerer Beliebtheit, gerade als Alternative zum Fleisch, das viele Menschen nicht mehr bedenkenlos essen können und wollen.

Fisch liefert uns viele wertvolle Nährstoffe:
So gibt es im Fisch viele verschiedene Vitamine, es gibt im Fisch die so wichtigen Omega-3-Fettsäuren, es gibt hochwertige Proteine, also leicht verdauliche Eiweiße. Die Fette, die im Fisch sind, sind gute Fette. Die Omega-3-Fettsäuren haben vielfältige Wirkungen, so beugen sie Herzrhythmusstörungen vor, helfen bei Entzündungen im Gewebe, sind gut für die Immunabwehr und ganz allgemein wichtig für Menschen mit Herzproblemen.

Durch das regelmäßige Essen von Fisch kann man sich viele teure Vitamintabletten sparen!

Vor allem die Vitamine A und D, aber auch B-Vitamine sind reichlich vorhanden im Fisch! Dazu hilft Fisch einem eventuellen Jodmangel vorzubeugen. Denn Jod ist fast nur in Seefisch in so hoher Dosis vorhanden, wie es der Mensch braucht, um Erkrankungen der Schilddrüse vorzubeugen.

Dies sind also viele Argumente für Fisch. Aber es gibt noch mehr. Denn natürlich schmeckt Fisch auch lecker und wird im Allgemeinen auch nicht mit schweren Soßen und extrem sättigenden Beilagen serviert. Auch dies ist ein Grund, dass viele Menschen Fisch so mögen. Nach einer Fischmahlzeit fühlt man sich eher selten so gesättigt, wie nach einem traditionell zubereiteten Fleischgericht, mit Knödeln und brauner Soße. So spielen neben den ernährungsphysiologischen Aspekten eben auch solche Gründe eine Rolle, dass gerade Frauen und Sportler so gerne Fisch essen. Ein Lachsfilet mit frischem Salat ist ein sehr gesundes und auch noch schmackhaftes Essen.

Ein weißes Fischfilet, gedünstet und mit Spinat oder jungen Kartoffeln angerichtet, kann ein tolles Gericht sein, auch geeignet als Alternative zu Hühnchen. Wer es gerne etwas fester und herzhafter mag, der wird zu Thunfischsteaks greifen. Denn diese haben eine Textur, die Fleisch sehr nahe kommen, man kann sie auch grillen und mit schwarzem Pfeffer und grobkörnigem Salz würzen und so ist dies ein herrliches Essen für einen Sommerabend.

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Auf welche Inhaltsstoffe soll ich beim Einkaufen achten?

Einkaufen scheint es, ist mittlerweile eine Wissenschaft geworden. Die Supermärkte sind voll und überall klebt das Logo „Bio“ oder „gesund“ drauf. Was wir einkaufen sollen, ist schwierig. Die Verlockungen lauern an jeder Ecke, jeder möchte sich gesund ernähren und keine Fehler machen.

Die radikale Theorie zu diesem Thema sagt, es ist im Grunde genommen ganz einfach: Nur natürliche, ganze, nicht verarbeitete Produkte kaufen, dann erübrigt sich die Inhaltsstoffe-Leserei sowieso. Das meint, eine Tomate ist eine Tomate, Butter ist Butter und ein Fisch ist ein Fisch. Verarbeitet Lebensmittel sind also zu meiden. Alles was verarbeitet ist, ist nicht mehr natürlich, musste irgendwie haltbar gemacht werden und ist deshalb ungesund. Mit dieser Theorie ist eigentlich das Einkaufen sehr einfach. Denn man kauft ein und kocht dann selber.

Möchte man aber auch verarbeitete Lebensmittel kaufen, also fertige Salate, fertige Suppen, Marmeladen, Frischkäsezubereitungen, fertige Pastasaucen und noch viel mehr, was die Nahrungsmittelindustrie bereithält, dann wir die Sache schon komplizierter. Sicher sollte man darauf achten, mit was für Zusatzstoffen die Produkte versehen sind. Gerade Konservierungsmittel müssen angegeben werden und sind nicht gerade gesund. Aber auch der Zusatz von Zucker kann mitunter erheblich sein. Gerade in Marmeladen, Fertig-Saucen, Schokolade und Milchspeisen ist manchmal der Anteil an Zucker extrem hoch. Ein Joghurt oder ein Sahnedessert kann dann schnell ungesund werden, auch wenn das Gegenteil drauf steht.

Aber es gibt natürlich nicht nur schlechte Inhaltsstoffe, die vermieden werden sollten, sondern es gibt natürlich auch gute, die wichtig sind für den Körper!

So sind Vitamine schlicht unabdingbar für den Menschen:

Die Vitamine B1 und B2 sowie das berühmte Vitamin C fördern wichtige Wachstumsprozesse, sind an vielen Stoffwechselaktivitäten beteiligt und stärken das Immunsystem. Besonders günstig für gutes Sehen in der Nacht und den Aufbau der Schleimhäute ist Beta-Karotin, eine Vorstufe des Vitamin A.

Aber auch Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor sind sehr wichtig. Sie unterstützen den Wasserhaushalt im Körper, liefern wichtige Bausteine für den Aufbau von Knochen und Zähnen und regen den Energiestoffwechsel an.

Nach Vitaminen und Mineralstoffen sollte man also Ausschau halten im Supermarkt und Zucker, E-Zusatzstoffe, Dickungsmittel, Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker sollte man besser meiden. Inhaltsstoffe sind oft sehr klein gedruckt auf den Packungen angegeben, das kann das Einkaufen etwas mühsam gestalten, aber es lohnt sich, denn so kann man gut sehen, wo und in welchen Lebensmitteln Gutes und wo Schlechtes verborgen ist. Es lohnt sich, der Gesundheit und der Freude am Essen zu Liebe.

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